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Impuls zum 1. April – Die Wahrheit wird euch befreien

Impuls zum 1. April – Die Wahrheit wird euch befreien

Einschränkungen in unserem Alltag, immer mehr verlieren wir in diesen Wochen an Freiheiten, die bisher so selbstverständlich waren: keinerlei Freizeitveranstaltungen, keine Kneipen- und Restaurantbesuche, keine Treffen unter Freunden, keine Familienbesuche, die Ländergrenzen sind zu, keine Reisefreiheit, …  wir spüren in diesen Wochen, in welch großen Freiheiten wir uns normalerweise so ganz selbstverständlich bewegen.

Unser Leben ist zurückgefahren, eingeschränkt auf einen kleinen Bewegungsradius, für Menschen von Risikogruppen möglichst auf die eigenen vier Wände. Das ist schmerzhaft, für manche bei längerer Dauer kaum auszuhalten. Die Sehnsucht nach unseren gewohnten Freiheiten spüren wir immer drängender.

Ich erlebe unsere Politiker in diesen Tagen sehr sorgsam abwägend und verantwortungsvoll, wenn es um immer weitere Freiheitseinschränkungen für uns Bürger geht – zu unserem eigenen Wohl, damit die Ansteckung durch das gefährliche Virus eingedämmt werden kann.

Mir werden die vielen kleinen und doch so wichtigen Freiheiten unseres gewöhnlichen Alltags bewusst. Und ich nehme auch die große Freiheit unserer Demokratie in unserem Land dankbar wahr, die unsere Menschenrechte schützt, so dass wir in Freiheit leben können.

So sensibilisiert verweile ich bei zwei Versen des heutigen Evangeliums der Gottesdienstleseordnung (Joh 8,31-42): „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wahrhaftig meine Jünger. Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch befreien“. Die befreiende Wahrheit, von der Jesus spricht und die er gelebt hat, ist die Barmherzigkeit Gottes für uns Menschen. Gott steht auf unserer Seite! Er steht zu uns, wenn wir schmerzhaft erkennen, dass wir hinter unseren Möglichkeiten zurückgeblieben sind, wenn wir andere durch unser (Nicht-)Handeln in ihrer Freiheit beschränkt haben. Weil Gott uns immer wieder aufrichtet, weil er trotz allem auf unserer Seite steht, können und dürfen wir immer wieder von Neuem anfangen. Theologisch gesprochen: Gott befreit uns von Sünde und Schuld! Gott denkt größer von uns – das kann uns stärken, damit wir immer wieder befreit einen neuen Anfang wagen können!

Gemeindereferentin Simone Trapp

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