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Kinderkreuzweg für daheim

Dieser Kreuzweg kann zu Hause gebetet werden. Allerdings braucht er ein
wenig Vorbereitung.
Es braucht vier Stationen: eine in der Küche, eine im Kinderzimmer, eine im
Wohnzimmer, eine draußen oder auf dem Balkon
Wir beginnen unseren Kreuzweg:

Im Namen des Vaters und
des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Beim Einzug in Jerusalem haben die Menschen Jesus
zugejubelt. Nun wird Jesus zum Tod am Kreuz verurteilt.
Vor seiner Verhaftung sitzt Jesus ein letztes Mal mit ihnen
am Tisch und isst.

Station 1: in der Küche am Tisch
Material: ein Brot, ein Krug Saft (am besten roter Saft)
In der Mitte seht ihr Brot und einen Krug mit Saft anstatt
Wein. Was fällt euch dazu ein? (Kinder beschreiben lassen)
Jesus hat mit seinen Freunden das letzte Mal gemeinsam
gegessen und getrunken. Jesus weiß, dass er sterben muss.
Deshalb teilt er das Brot und dankt Gott dafür. Jedem gibt
er ein Stück von diesem Brot. Dann sagt er: „Nehmt und
esst! Das ist mein Leib! Das ist das Brot des Lebens.“ Jesus
sagt uns damit, dass er uns ganz nahe ist. Jedes Mal, wenn
die Menschen Brot teilen, ist er da. Wir wollen jetzt wie
beim Letzten Abendmahl gemeinsam das Brot teilen und
essen. Wenn wir das tun, wissen wir, dass Jesus uns ganz
nahe ist.
Es gibt aber auch Menschen, denen das tägliche Brot zum
Essen fehlt. Vor allem viele Kinder leiden Hunger. An sie
wollen wir jetzt besonders denken.
Lied: Wo Menschen sich vergessen (GL 861,1)

Station 2: im Kinderzimmer
Material: Bild der eigenen Familie/ Marienbild
Auf dem Weg begegnet Jesus seiner Mutter Maria. Sie
sieht, wie erschöpft ihr Sohn ist. Sie sieht, wie er leidet,
aber sie kann nichts für ihn tun. Sie schaut ihn an. Ihr Blick
ist voller Liebe und Mitgefühl. Kurz kann sie ihm nahe sein.

Gebet:
Jesus, auf dem Kreuzweg bist du deiner Mutter begegnet.
Segne die Mütter und Väter, die für ihre Kinder immer da
sind. Segne alle Kinder. Steh denen Eltern bei, die nicht für
ihr Kind da sein können. Amen.
Viele Kinder wachsen ohne Eltern oder nur mit einem
Elternteil auf und viele Eltern haben ihr Kind verloren oder
keinen Kontakt zu ihnen. Wir wollen an sie denken, aber
auch an die Familien, die im Streit leben; die Familien, die
gerade eine schwere Zeit durchmachen; die getrennten
Familien.
Lied: Wo Menschen sich verschenken (GL 861,2)

Station 3: im Wohnzimmer
Jesus muss das schwere Kreuz allein auf den Berg Golgota
tragen. Es ist so schwer, dass Jesus sogar stolpert und auf
den Boden fällt. Immer wieder stehen Menschen am Rand
des Weges und lachen ihn aus.
Uns geht es gut, wir haben alles, was wir zum Leben
brauchen: Essen und Trinken, ein Dach über dem Kopf und
Freunde. Es gibt aber viele Menschen und auch Kinder, die
einsam sind, die keine Freunde haben und die ausgelacht
werden. An all die Einsamen, Traurigen, Kranken und
Ausgeschlossenen wollen wir jetzt denken und für sie
beten.
Lied: Wo Menschen sich vergessen (GL 861, 3)

Station 4: Im Garten/ auf dem Balkon/ am Fenster mit
Blick auf die Natur
Material: Zweige oder Steine zum Kreuzlegen, Blumen, Kreuz, Papier
und Stifte
Als Jesus am Berg Golgota angekommen ist, wurden ihm
die Kleider weggerissen. Er wurde ans Kreuz genagelt und
ist gestorben. Unter dem Kreuz stehen Menschen und
spotten. Doch Jesus betet: „Vater im Himmel, verzeih
ihnen. In deine Hände lege ich mein Leben.“ Dann neigt
Jesus sein Haupt und stirbt.

Wir denken an Jesus.
Beten wir gemeinsam das Gebet, das uns Jesus geschenkt
hat, das Vater unser.
Kurze Stille halten
Wir sind traurig. Jesus ist tot. Er ist für uns am Kreuz
gestorben. Doch wir wissen, Gott hat Jesus auch im Tod
nicht allein gelassen.
Jesus wird nach drei Tagen vom Kreuz auferstehen. Er wird
leben und uns damit das Leben schenken. An Ostern feiern
wir dieses Fest.
Wir glauben daran, dass das Leben nach dem Tod
weitergeht. Wir glauben daran, dass Jesus von den Toten
auferstanden ist. Das Kreuz ist für uns nicht nur ein Zeichen
der Trauer und des Leidens, sondern auch ein Zeichen der
Freude und der Hoffnung, weil Jesus mitten unter uns ist.
Wir haben nun mehrere Möglichkeiten:
– Wir legen ein Kreuz aus Zweigen oder Steinen und
schmücken es dann mit Blumen (draußen im Garten)
– Wir stellen Blumen zu einem Kreuz, das wir in der
Wohnung haben
– Wir malen ein Kreuz und verzieren es mit Blumen
Wir beenden den Kreuzweg mit dem Kreuzzeichen

 

 

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